Car Sharing – Was ist das eigentlich?

Car sharing in Berlin

Da  das Auto immer noch zum Statussymbol der Deutschen gehört werden entsprechend auch die Werbeclips auf die Käufergruppe zugeschnitten. Hier spricht man von Leistung, Freiheit und Komfort. Erwähnt werden allerdings nicht die Benzinkosten, die Steuer oder die Versicherung.

Viele Menschen haben aber bereits eine Alternative gefunden, die oft auch günstiger als ein eigenes Auto ist. 

Car Sharing wird immer beliebter und ist für manche die richtige Lösung, wenn man sich nicht sofort ein eigenes Auto anschaffen kann, auf Mobilität aber nicht verzichten möchte. Aber was ist Car Sharing eigentlich und welche Anbieter sind empfehlenswert?

Car Sharing – die Kosten

Die Kosten beim Car Sharing setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Zuerst einmal kommen auf den Nutzer die Anmeldegebühren zu, die zwischen 9 und 50 Euro liegen können. Hier gibt es aber immer wieder Sonderaktionen. Einige Anbieter berechnen ihren Kunden eine Grundgebühr die zwischen 10 und 30 Euro liegen kann. Dafür liegen bei diesen Anbietern die Nutzungspreise niedriger.

 

Die Zeit die Sie das Fahrzeug nutzen wird Ihnen natürlich auch berechnet. Hier gibt es Minuten-, 15-Minuten- und Stunden-Tarife. Einige bieten Ihnen aber auch komplette Zeitpakete oder Pauschalen an. Auch jeder gefahrene Kilometer wird Ihnen in Rechnung gestellt. Dieser ist abhängig von der Wagenklasse, vom Benzinpreis und auch vom Anmietungsort. Dafür werden Ihnen keine Benzinkosten berechnet. Verlieren Sie die Kundenkarte, beschädigen Sie das Fahrzeug oder erhalten Sie einen Strafzettel, werden Ihnen diese Kosten natürlich ebenfalls berechnet.

Freie Fahrzeuge finden

Natürlich kann die Verfügbarkeit der Autos eingeschränkt sein. Wichtig ist für den Kunden also, dass ausreichend Fahrzeuge zur Verfügung stehen auf die Sie an verschiedenen Orten zugreifen können. Einige Anbieter verzichten auf Mietstationen und die Kunden können sich die Fahrzeuge an öffentlichen Plätzen abholen und dann am Ende dort abstellen wo das Auto nicht mehr benötigt wird. Sinnvoll ist dies allerdings nur in Großstädten. 

 

Bei Anbietern die Abholstationen haben holen Sie Ihr Auto dort ab und bringen es später auch wieder an die gleiche Stelle zurück. 

Wie sieht das mit der Hygiene aus?

Immer wieder werden Sie einen leeren Kaffeebecher oder Steinchen im Fußraum finden. Da ein solches Fahrzeug von vielen Personen genutzt wird, lässt sich dieses auch kaum vermeiden. Mehr haben Sie in der Regel aber nicht zu erwarten. Die meisten Mieter sind bedacht darauf, dass Fahrzeug auch in einem ordnungsgemäßen Zustand wieder abzustellen. Schließlich möchte man selbst ja auch in einem sauberen Auto sitzen. Sollten Sie doch einmal auf ein Fahrzeug stoßen, in das Sie nicht einsteigen möchten, sollten Sie die Verunreinigung sofort dem Car Sharing Anbieter melden und sich ein anderes aussuchen. 

So gehen Sie beim Car Sharing vor

  • Registrieren Sie sich zuerst bei dem von Ihnen ausgewählten Unternehmen
  • Suchen Sie sich nun ein freies Auto über den Browser oder die App aus. 
  • Wählen Sie dieses aus und reservieren Sie es.
  • Vor der Fahrt sollten Sie das Auto auf Schäden überprüfen und erst dann starten. Meist finden Sie den Schlüssel im Handschuhfach. In das Auto gelangen Sie entweder mittels Karte oder einer App.
  • Haben Sie Ihre Fahrt beendet verschließen Sie das Fahrzeug wieder. Damit endet die Miete.

Die Anbieter im Vergleich

DriveNow:

Hier kostet Sie jeder Kilometer mindestens 0,31 Euro. Der Anbieter verfügt über eine hohe Flottendichte in 5 Städten. Allerdings sind die Minuten und Fixkosten etwas hoch. Dafür bekommen Sie einen guten Versicherungsschutz und einen guten Support.

 

Car2Go:

Die Kosten pro Kilometer betragen mindestens 0,24 Euro und höchstens 0,34 Euro. In 6 Städten können Sie mit einer hohen Flottendichte rechnen und die Fixkosten sind sehr niedrig. Möchten Sie aber den Support kontaktieren müssen Sie mit langen Wartezeiten rechnen.

 

Cambio:

Hier begeistern die Kilometerpreise die bereits bei 0,01 Euro beginnen. Den Anbieter finden Sie in 19 Städten und die Flottengröße ist ausreichend. Auch die Zusatzkosten sind sehr niedrig. 

 

Greenwheels:

Hier kostet Sie jeder Kilometer mindestens 0,02 Euro. Zwar ist der Anbieter in 24 Städten vorzufinden, allerdings ist die Flottendichte recht gering. Bei der Versicherung gibt es eine hohe Selbstbeteiligung.

 

Flinkster:

Bei Flinkster zahlen Sie zwischen 0,02 Euro und 0,13 Euro je Kilometer und können sich auf eine große Verbreitung freuen. In 300 Städten finden Sie 1.700 Stationen um Ihr Auto abzuholen. Leider gibt es auch hier eine hohe Selbstbeteiligung im Schadensfall. 

Fazit

In großen Städten ist Car Sharing sicherlich eine gute Alternative zum eigenen Auto. Besonders dann, wenn man nicht auf das Fahrzeug angewiesen ist oder es jeden Tag benötigt. Vielleicht sorgt ein solches Modell auch für weniger Verkehr auf den Straßen und schont die Umwelt. Allerdings gibt es immer wieder Hürden die zu nehmen sind. Eine flächendeckende Nutzung finden Sie bei keinem Anbieter. Nutzen Sie den Dienst häufiger wird es zudem recht teuer. Sollten Sie auf dem Land wohnen werden Sie das Angebot nicht vermissen. Es gibt nämlich einfach keins. Sollten Sie sich für das Car Sharing entscheiden und möchten Ihr altes Auto verkaufen, schauen Sie doch einfach mal beim Autoankauf Berlin rein und lassen sich ein unverbindliches Angebot machen.