Autoexport - der Verkauf ins Ausland

Autoexport

Ihr Wagen ist aufgrund zahlreicher Unfallschäden und fehlender TÜV-Plakette nicht mehr straßentauglich? Wenden Sie sich nicht vorschnell an einen Autoverwerter. Eine Alternative kann der Export ins Ausland darstellen. In Deutschland erzielen Sie zwar keine Höchstpreise mehr für Ihr Auto, jedoch hat dieses im afrikanischen Ausland noch einen relativ hohen Wert. Wir erklären Ihnen, was den Autoexport attraktiv macht und weshalb Ihr Fahrzeug mancherorts noch lange weitergefahren werden kann. 

Der Ankauf durch einen Exporthändler

Bei einem Blick auf Ihr veraltetes Auto werden Sie sich wahrscheinlich fragen, weshalb ein Kfz-Händler Ihren Wagen in solch einem Zustand noch ankauft. Mit all den Dellen, Kratzern und dem Motorschaden hat das Fahrzeug nur noch einen sehr geringen Wert. Jedoch gilt das nicht für jedes Land. Verschiedene Autohändler haben sich auf den Export scheinbar wertloser Autos ins Ausland spezialisiert. Da Ihr Wagen noch weitergefahren kann und nicht nur ausgeschlachtet wird, erhalten Sie bei einem Export-Händler mehr Geld für Ihr Fahrzeug als bei einem Autoverschrotter. Nahezu jedes Fahrzeug ist für den Export geeignet. Selbst Autos mit Totalschaden, hohen Kilometerleistungen und beeinträchtigter Fahrsicherheit sind im Ausland noch brauchbar. Nicht selten werden Fahrzeuge mit über 200.000 gefahrenen Kilometern im Ausland noch weitere 500.000 Kilometer gefahren. Aufgrund von unzureichenden finanziellen Mitteln kaufen besonders Personen in Afrika Schrottautos für einen verhältnismäßig geringen Preis an und fahren ein Auto bis es vollständig kaputt geht. Nicht erfüllte Sicherheitsstandards sind dort nicht von Belang. Haben Sie daher beim Verkauf an einen Export-Händler keine Angst vor einem zu hohen Kilometerstand oder Alter des Fahrzeuges. Diese spielen hier eine unwesentliche Rolle. Mittlerweile wird jedes fünfte Auto für den Export vorbereitet, statt verschrottet zu werden.

Autos für den afrikanischen Kontinent

Von Jahr zu Jahr nimmt der Anteil der nach Afrika exportierten Fahrzeuge zu. Grundsätzlich entscheidet der Restwert des Pkws darüber, wo dieser landet. In vielen deutschen Nachbarländern finden Schrottautos einen neuen Besitzer. Bei einem sehr geringen Restwert werden Autos hauptsächlich nach Afrika verschifft. Diese dienen dort nicht nur als Privatfahrzeug, sondern finden auch als Kleinbus oder Taxi ihre Verwendung. Aufgrund der schlechten Verkehrsinfrastruktur und unzureichendem Öffentlichen Personennahverkehr, ist die Nachfrage nach einem eigenen Fahrzeug sehr hoch. Unabhängig von Automarke und -modell wird jedes Fahrzeug angekauft. Besonders Mehrzweckfahrzeuge wie Rettungswagen sind beliebt, da diese viele Sitzmöglichkeiten und eine große Ladefläche haben, weshalb mehrere Personen gleichzeitig transportiert werden können. Auch Dachgepäckträger sind von Vorteil. Doch weshalb ist die Nachfrage an deutschen Autos in Afrika so groß? Deutsche Fahrzeuge stehen für eine solide Technik und Zuverlässigkeit, besonders da die deutschen Sicherheitsstandards sehr hoch sind. Die Fahrzeuge sind robust und deutsche Marken wie BWM, Audi und Mercedes haben besonders in Afrika eine hohe Reputation. Ein schrottreifer Mercedes zum Beispiel gilt in vielen Ländern Afrikas als Statussymbol. Jedoch gibt es je nach Region Unterschiede bezüglich des Fahrzeugwertes. In westlichen Regionen ist der Wert des Wagens für den Ankauf unbedeutend und auch in Nordafrika sind deutsche Pkws, unabhängig vom Zustand, sehr begehrt. In einigen Ländern besteht aufgrund des Linksverkehrs jedoch gar keine Nachfrage. Ein Export nach Südafrika, Namibia oder Kenia ist daher nahezu ausgeschlossen. Doch warum kann ein Auto in Afrika noch so lange weiter gefahren werden? Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen ist eine gültige TÜV-Plakette dort keine Voraussetzung für eine langfristige Nutzung. Des Weiteren sind die Kosten für eine regelmäßige Wartung viel niedriger als hierzulande. Die klimatischen Bedingungen sind ein weiterer begünstigender Faktor. Aufgrund der trockenen Hitze werden Autos in der Regel nicht von Korrosion zerstört. Zusätzlich sind diese keinem Frost oder Hagel ausgesetzt. Daher fallen keine zusätzlichen Kosten für den Schutz oder die Pflege des Autos an. Besonders beliebt sind Klimaanlagen aufgrund der heißen Temperaturen.