Der Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung

Gewährleistung Gebrauchtwagenkauf

Die Begriffe Garantie und Gewährleistung werden häufig beim Kauf eines Autos verwechselt. Der Unterschied ist aber gravierend und kann sich negativ auf Ihren Geldbeutel auswirken. Aus diesem Grund erklären wir Ihnen den Unterschied zwischen der Garantie und der Gewährleistung beim Kauf eines Gebrauchtwagens:

Die Garantie

Sollte Ihnen der Händler beim Kauf eines Neu- oder Gebrauchtwagen eine Garantie anbieten, ist diese immer freiwillig. Bei einem Neuwagen hängt die Garantie vom jeweiligen Hersteller ab. Kaufen Sie ein gebrauchtes Fahrzeug, so vergibt der Händler die Garantie. Somit sichert er Ihnen gewisse Leistungen für einen bestimmten Zeitraum zu, zu denen er vom Gesetzgeber her nicht verpflichtet ist. Der Garantieumfang kann unterschiedlich sein und oft enthalten diese eine gewisse Selbstbeteiligung. Sollte es also zu einem Mangel kommen, sollten Sie zuerst einmal überprüfen ob es nicht billiger ist, wenn Sie für diesen selbst aufkommen. 

 

Meist erhalten Sie nur bei jüngeren Fahrzeugen oder bei größeren Autohändler eine Garantie auf einen Gebrauchten. Für alte Fahrzeuge oder bei kleinen Händlern gibt es meist keine Gebrauchtwagengarantie. Allerdings können Sie solch eine Garantie bei diversen Versicherungen oder beim ADAC in Form einer Versicherung abschließen. Diese kostet circa 200 Euro an Jahresbeitrag.

 

Die Gewährleistung

An die Gewährleistung ist jeder Händler gebunden, da diese gesetzlich geregelt ist. Hiervon ausgenommen sind lediglich Exportverkäufe oder Käufe von einer Privatperson. In der Regel beträgt die Gewährleistung 24 Monate. Diese kann bei einem Gebrauchtwagen vertraglich aber auf 12 Monate verkürzt werden. Innerhalb der Gewährleistungszeit können Sie als Käufer einen Sachmangel reklamieren, wenn dieser bereits zum Lieferzeitpunkt vorlag. Sie haben nun die Möglichkeit eine Preisminderung zu verlangen oder können sogar vom Kaufvertrag zurücktreten. Wichtig ist aber, dass Sie beweisen können, dass der Mangel bereits bei der Auslieferung des Autos vorlag. In der ersten sechs Monaten der Gewährleistung muss der Verkäufer nachweisen, dass dieser Mangel zum Zeitpunkt der Verkaufs nicht bestanden hat. Danach liegt es an Ihnen dieses zu beweisen. 

 

Einige Gebrauchtwagenhändler versuchen nun die Gewährleistung einfach zu umgehen. Dafür verkaufen Sie dann das Fahrzeug im Auftrag eines Kunden oder deklarieren es für den Export. Sind die Fahrzeuge so gekennzeichnet, greift die Gewährleistung nicht. Hier sollten Sie bedenken, dass falls ein Mangel auftritt, Sie keine Ansprüche an den Verkäufer stellen können. Im Volksmund spricht man von „Gekauft wie gesehen“. 

 

Unser Tipp

Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, dass Sie sich ein gebrauchtes Fahrzeug zulegen wollen, sollten Sie darauf achten, dass Sie eine Gewährleistung erhalten. Mit ein wenig Glück bekommen Sie sogar die vollen 24 Monate. Innerhalb der ersten sechs Monate sollten Sie den Wagen genau unter die Lupe nehmen, damit Sie eventuelle Schäden reklamieren können. Denn nun muss der Verkäufer ja beweisen können, dass der Mangel beim Verkauf noch nicht bestanden hat. Sollten Sie eine Garantie gegen Aufpreis angeboten bekommen, sollten Sie einmal berechnen, ob sich diese wirklich lohnt. Meist ist diese dann an bestimmte Bedingungen gebunden.

 

Übrigens: Wenn Sie Ihr Fahrzeug bei Autoankauf Berlin verkaufen, entfällt für Sie als Privatperson natürlich die Gewährleistungspflicht.